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Frauen treffen sich zum Plaudern im Internet

Frauen nutzen das Internet zum kommunizieren. Dies zeigen Ergebnisse einer Untersuchung der Kommunikationsagentur "Ketchum", die das geschlechtsspezifische Nutzungsverhalten bei Web 2.0-Anwendungen untersucht hat. Mit der besonderen Art von Frauen mit dem Internet umzugehen, ergeben sich neue Anforderungen von Anbieterinnen und Anbieter solcher Dienstleistungen.

In der Untersuchung wurde herausgefunden, dass Frauen das Internet überwiegend als Kommunikationsmedium nutzen. Hierbeit ist der Kontakt mit Geschlechtsgenossinnen sehr wichtig, bei älteren Frauen sogar ausschließlich erwünscht. Auffällig ist, dass sich Frauen auf die Empfehlungen Dritter verlassen und daraufhin z.B. Kaufentscheidungen fällen. Bei Produkten sind sie bereit diese kostenlos zu testen und Bewertungen abzuliefern. Somit findet eine Art Mundpropaganda, die so genannte "Word-of-Mouth", im Netz statt.

Das Wissen um das Nutzungsverhalten von Frauen ist folglich für Anbieterinnen und Anbieter von Dienstleistungen interessant, damit Frauen durch PR und Werbung im Internet besser angesprochen werden können. Sie akzeptieren PR-Texte, wenn sie sachlich, vollständig, unverfälscht und transparent sind. Dadurch kann eine langfristige Bindung an Anbieterinnen bzw. Anbieter von Webangeboten erzeugt werden.

Damit Unternehmen, die Communities nutzen, erfolgreich bei der Zielgruppe landen, müssen sie einige Anforderungen beachten. Da Frauen über ein hohes Kommunikationsbedürfnis verfügen, muss die Community einem frauenspezifischen Kommunikationsansatz gerecht werden. Dies lässt sich mit gehaltvollen Informationen, multimedialen Tools und mehreren Kommunikationskanäle für den kommunikativen Austausch erreichen. Wichtig hierbei ist jedoch, dass bei der Ansprache altersabhängige Unterschiede beachtet werden. Insbesondere ältere Frauen legen Wert auf eine persönliche Ansprache.

Für die Produktentwicklung kann ein konkreter Nutzen durch Diskussionen auf den Web 2.0-Plattformen gewonnen werden. Anbieterinnen und Anbieter müssen jedoch berücksichtigen, dass sie einen offenen, unzensierten Dialog unter den Nutzerinnen ermöglichen. Damit Frauen Communities voll ausschöpfen, bedarf es einer Hinführung zu den verschiedenen Funktionen und Möglichkeiten. Das ist insbesondere für ältere Frauen wichtig, doch die jüngere Zielgruppe profitiert auch davon.

Frauen werden als Zielgruppe immer wichtiger, wie der (N)ONLINER Atlas der Initiative D21 zeigt: Mittlerweile sind mehr als die Hälfte der Frauen online und ihre Zuwachsraten steigen. Insbesondere die jüngeren Frauen sind stark vertreten. Im Jahr 2007 waren es bei den 20 bis 29-Jährigen 86 Prozent, bei den 30 bis 39-Jährigen 79 Prozent und bei den 40 bis 49-Jährigen 68 Prozent, die im Netz surfen. Auffällig ist, dass die Zahl der Internetnutzerinnen mit dem Einkommen und Bildungsgrad steigt.

www.ketchum.de/de/PR-Agentur-News

[15.05.2008]

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Heft 5: Internetnutzung von Frauen und Männern in Deutschland 2007, September 2007 [mehr]

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