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Kinder sind vor dem PC oft unterfordert

Heute gehört der Computer im Kinderzimmer schon zur Standard- Ausstattung. Aber jetzt warnen Experten, dass die meisten Kleinen bei der Arbeit mit dem PC unterfordert sind.

Das tägliche Arbeitsleben ist ohne Computer nicht mehr vorstellbar. Aber auch in Kinderzimmern machen Laptop und PC den Plüschtieren und Bauklötzen Konkurrenz. "Die ersten Spiele gibt es schon für Kinder ab zwei Jahren", sagt Thomas Feibel, Autor des Standardwerks "Kindersoftware-Ratgeber", der seit 1996 jährlich neu aufgelegt wird.

Kindern wird in der Welt, in die sie hineinwachsen,umfassende Medienkompetenz abverlangt. Doch durch die einseitige Nutzung von Computerspielen speziali- sierten sich die Kinder bereits früh- zeitig auf einige wenige Fertigkeiten, meinen Experten. "Da wird ausschließlich die Auge-Hand-Koordination trainiert, und das nutzt nur, wenn der Sprössling Rennfahrer werden will", erläutert Johannes Bruhn von der Hypo-Vereinsbank Weiterbildungsakademie in Unterhaching (Bayern). Das ginge auf Kosten der allgemeinen Entwicklung und der umfassenden Fähigkeit, mit der Welt umzugehen.

Der Pädagoge und Psychologe befasst sich mit dem Lernen durch Medien und hat bei Untersuchungen festgestellt, dass Kinder bei der Arbeit mit dem Computer unterfordert sind. Wichtig sei, so raten beide Experten, Kindern das Lernen auf allen Ebenen zu ermöglichen - in der realen und der virtuellen Welt. "Kinder sind Bewegungs- und Lernmaschinen - sie wollen und müssen mit allen Sinnen Meldungen empfangen und verarbeiten können", sagt Bruhn.

[28.02.2005]

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