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Die Jugendlichen von heute...

Sie nennen sich Ziggy, Surfdiddy oder einfach Teufelchen und Luise - sie flirten per e-mail, verabreden sich über SMS und treffen sich im Chatroom! Ihre Lebensweisen sind zunehmend von modernen Kommunikationsmedien geprägt!

Jugendliche und neue Medien
Wenn man Jugendliche mit neuen Medien beobachtet, wird man zwischen zwei Gefühlen hin und her gerissen sein:
Auf der einen Seite kann man eine Abneigung gegen die scheinbar oberflächliche Art der Kommunikation empfinden und auf der anderen Seite bewundern wir die unkomplizierte Weise der Kontaktaufnahme, die sich schon im virtuos-schnellen Eintippen der Wörter auf der kleinen Handytastatur wiederspiegelt.

Viele Erwachsene hegen den Vorbehalt, dass die "Kids" gar nicht mehr zu echten, tiefsinnigen face-to-face Gesprächen sondern nur noch zum Austausch von oberflächlichen, digitalisierten Informationen in der Lage sein.
Häufig wird die Befürchtung auf die Beziehungsstrukturen übertragen und es entsteht die Vorstellung vom deprivierten Computerkind, das vor dem Bildschirm vereinsamt und haltlos seine Netzbekanntschaften wechselt.

Die Wirklichkeit ist differenzierter:
Es gibt Kinder, die den Computer als Kommunikationsmittel benutzen und Kinder, die nur mit dem Computer kommunizieren. Aber Menschen, die viel Zeit in Internetcharts verbringen sind demgegenüber meistens gut sozial integriert und pflegen ihre Netzbekanntschaften auch offline.
Die Vorbehalte gelten vielleicht für Kinder, die den ganzen Tag Computerspiele spielen und sich zur Abwechselung vor den Fernseher setzen.
Online Beziehungen verdrängen persönliche Beziehungen also nicht, sondern ergänzen sie.

Jugendliche Kommunikation
Ein anderes Problem entsteht, wenn Erwachsene zwar "jugendliche" Kommunikationsformen für Lehrzwecke benutzen wollen, aber sich dabei nicht an die "Jugendlichen" Spielregeln halten. Grundsätzlich kann Kommunikation mit Jugendlichen nur dann gelingen, wenn sie selbst die Regeln des Kommunikationsprozesses bestimmen.
Für Lehrende bedeutet dies vielfach, sich auf die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen einzulassen und diesen Perspektivwechsel als echte Bereicherung zu erleben, denn wer hier blüfft, gefährdet das Gelinge der Kommunikation, da sich ernsthaftes Interesse nicht aus der pädagogischen Trickkiste befördern lässt.

Die Kommunikation der peer-group ist besonders effizient.

Es ist eine Tatsache, dass die Kommunikation zwischen Gleichaltrigen besser gelingt als unter Ungleichaltrigen und aus dem Grund sollten für Unterrichtsprozesse öfter solche ausgeglichenen Kommunikationsmöglichkeiten geschaffen werden.
Da Jugendliche einen sehr offenen Umgang mit den neuen Kommunikationsmedien haben und sich die Aussicht auf den Computerumgang häufig sehr motivierend auf die Schüler auswirkt, eröffnet es den Lehrenden verschiedene Wege um an die SchülerInnen heranzukommen.

[28.02.2005]

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Heft 5: Internetnutzung von Frauen und Männern in Deutschland 2007, September 2007 [mehr]

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