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Das Online-Lexikon Wikipedia

Aus einer Vielzahl von Puzzleteilen entsteht eine neue Welt. Dennoch ist das Puzzle nie fertig! Die größte Enzyklopädie der Welt Wikipedia! Das Online-Lexikon Wikipedia bietet Wissen für alle. Die deutsche Version der Online-Enzyklopädie Wikipedia ist nun für Bibliotheken, Schulen und Bildungseinrichtungen kostenlos auf link CD-ROM/DVD verfügbar. Redakteure der Digitalen Bibliothek haben gemeinsam mit Wikipedianern eine "Momentaufnahme 2004" des virtuellen Nachschlagewerks zusammengestellt.

Idee und Anspruch von Wikipedia ist es, dass jeder Mann und jede Frau das offene Angebot der Online-Enzyklopädie frei mitgestalten kann.
Der von Wikipedia eingeleitete Boom der Web-Nachschlagewerke hält an. Zehntausende von Web-Nutzern und -nutzerinnen schreiben ohne eigenen Nutzen an dem freien Lexika. Für exotische Themen entstehen Spezialangebote und jetzt plant Wikipedia sogar die erste CD-Rom-Veröffentlichung.

Nicht jeder weiß alles, aber viele wissen einiges.

Mit dieser Binsenweisheit versucht Wikipedia Wissen zu destillieren und bietet den Nutzern und Nutzerinnen eine Plattform, auf der jeder zu jedem Thema etwas schreiben kann, von dem er glaubt eine Ahnung zu haben.
Das bekannteste und auch größte Online-Nachschlagewerk Wikipedia hält mehr als 330.000 Artikel in 141 Sprachen bereit und davon sind rund 135.000 Beiträge deutschsprachig.
Ganz ohne kommerzielles Interessen ist im Internet eine Bewegung in Gange gekommen, die das Wissen einer großen Zahl von Computernutzern und ?nutzerinnen zusammenführt und für alle zugänglich macht.

Hunderte von Aktivisten und tausende Surfer in aller Welt haben unter http://de.wikipedia.org eine neue Datenbank errichtet. Hier werden nur die "wertvollen", die "richtigen" und "objektiven" Informationen gesammelt - zusammengestellt aus dem Wissen aller Leser.

Wichtigster Grundsatz: Wem eine Information fehlt, der möge sie sofort ergänzen. Wer einen Fehler findet, möge ihn sogleich korrigieren. Und wem ein Beitrag gegen den Strich geht, der kann ihn sofort löschen.

Die Internet-Seiten von Wikipedia heißen "Wikis" und diese Bezeichnung kommt aus Hawaii, wo "Wiki" schnell bedeutet. Wir können also schnell und einfach ohne Anmeldung über den Button "Seite bearbeiten" Informationen ergänzen, korrigieren und löschen.
Es gibt keine formale Redaktion, das ist vielleicht die Stärke dieses Portals. Hier entscheiden keine Lektoren, keine Redakteure über die Themen oder Inhalte. Die Wikipedia basiert auf einem sogenannten Wiki-System, einem Programm, das es jedem im Internet ermöglicht, den Inhalt der Website zu verändern. Dazu gibt es auf jeder Seite einen Link, der den User sowohl zum Autor wie auch Redakteur macht.
Nach dem Motto: Wer schreiben will, der darf, herrscht hier totale Gleichberechtigung. Ziel ist im wesentlichen der neutrale Standpunkt der Berichterstattung.

Ohne eine Schlussredaktion herrscht jedoch auch Anarchie. Das kann die Stärke zur Schwäche machen, gerade weil Wikipedia ja eine Online-Enzyklopädie sein möchte. Auch für Unsinn, Fehler und Missbrauch werden die virtuellen Türe und Tore geöffnet und das ist die Hauptkritik an dem Onlineportal. Die Freiheit der Online-Enzyklopädie verhindert echtes, überprüfbares und darum verlässliches Wissen.

Es kann jedoch auch nicht die Rede davon sein, dass Wikipedia herrschaftsfrei ist. Ganz im Gegenteil. Jeder kann zwar alles schreiben, und auch jeden bestehenden Artikel verändern, korrigieren oder löschen.

Folglich muss es doch eine Kontrolle geben ? die Kontrolle durch die BenutzerInnen selbst.

Jeder Artikel befindet sich in einem permanenten ?review? - Prozess, eben weil er von jedem jederzeit verändert werden kann. Außerdem wird jede Änderung an einem Artikel automatisch vom System als ?Version? gespeichert und kann ohne weiteres wieder beseitigt werden. Missbrauch der Inhalte kann auf diese Weise zwar nicht verhindert jedoch eingedämmt werden.
Die Wikipedia-Artikel sind also mit Vorsicht zu genießen. Die Beiträge gelten übereinstimmend als ?unsicheres? Wissen, allein aus dem Grund, weil jeder alles schreiben darf und die Autoren anonym bleiben.
Jeder Benutzer ist in der Pflicht, die einzelnen Beiträge nur als Etappe auf dem Weg zu mehr Information zu verstehen.

[10.03.2005]

Kompetenzz Schriftenreihe

Heft 5: Internetnutzung von Frauen und Männern in Deutschland 2007, September 2007 [mehr]

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